14.8.09

Suhl hilft Gewo mit 22 Millionen Euro

Die Stadt Suhl gibt der angeschlagenen Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft mbH (Gewo) eine Finanzspritze. Um die Zahlungsunfähigkeit abzuwenden, übernimmt die Stadt mit fast 22 Millionen Euro einen Teil der Bankschulden der Gewo. Dazu hat der Stadtrat am Mittwochabend mit großer Mehrheit einen Nachtragshaushalt beschlossen.

Die Gewo hat zurzeit bei mehreren Banken rund 124 Millionen Euro Alt-, Wende- und Sanierungsschulden. Auch die Stadt Suhl ist hoch verschuldet. Nun muss sie über 80 Jahre jährlich 1,5 Millionen Euro für Tilgung und Zins der Finanzhilfe aufbringen. Der jährliche Schuldendienst der Kommune erhöht sich damit von 5,5 Millionen Euro auf sieben Millionen. In diesem Jahr sollen nach Angaben der Stadt zunächst 360.000 Euro fließen. Bei einer Insolvenz der Gewo hätte die Kommune aufgrund verbürgter Zusagen sofort eine Summe von rund 43 Millionen Euro zahlen müssen.

Mit rund 6.000 Wohnungen ist die Gewo nach eigenen Angaben der größte Vermieter im Raum Südthüringen. Das Unternehmen wurde im Oktober 1990 gegründet. Hervorgegangen ist es aus der VEB Gebäudewirtschaft. Alleiniger Gesellschafter ist die Stadt Suhl. Neben den Altschulden, hat die Gewo in den vergangenen Jahren vor allem mit den sinkenden Einwohnerzahlen zu kämpfen. Pro Jahr verzeichnet Suhl 2,1 Prozent weniger Einwohner. (Quelle: www.mdr.de)

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