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Ab dem neuen Schuljahr wird es eine neue Einrichtung in der Suhler Bildungslandschaft geben - ein Privates Berufliches Gymnasium mit den Fachrichtungen Soziales und Gesundheit sowie Wirtschaft, das sich auf dem Friedberg (Weidbergstraße) etablieren will. Die Unterlagen sind beim Kultusministerium eingereicht, die Genehmigung ist in Aussicht gestellt, etwa zehn Lehrkräfte sind unter Vertrag. Die Räume im Gebäude Weidbergstraße brauchen noch eine Frischzellenkur, Mobilar und dann könnte das Gymnasium durchstarten. Und das möglichst mit zwei 11. Klassen. Monika und Uwe Rummel sind optimistisch, dass die demografische Entwicklung den Schulen immer weniger Schüler beschert. "Wir werden unseren Platz finden", ist Monika Rummel - sie wird die Schulleitung übernehmen - sicher. Den Optimismus unterlegt sie mit Besonderheiten, die das Gymnasium attraktiv machen sollen. Da wäre zum einen neben den außerschulischen Angeboten das angeschlossene Internat, weil man auf Schülerzulauf aus einem großen Einzugsbereich setzt. Anfragen seien beispielsweise schon aus Würzburg gekommen. Zum anderen wird es auch biligualen Unterricht geben, das heißt, dass in bestimmten Fächern in englischer Sprache unterrichtet wird, "denn ohne wirklich gute Englischkenntnisse kommt man heute nicht mehr weit. Deshalb setzen wir insgesamt auf eine internationale Ausrichtung, auf Auslandspraktika und so weiter", betont Uwe Rummel, der das Projekt leitet.
Sehr gute, zentrale Lage
Zudem biete die Schule ein spezielles Programm zur Entwicklung von Sozialkompetenzen inklusive Praktika, "damit unsere Schüler nicht total verkopft ihr Abitur machen". Darüber und über vieles mehr haben Monika und Uwe Rummel am Wochenende am Tag der offenen Tür Interessenten informiert. Das Ehepaar hat langjährige Erfahrungen mit dem Aufbau privater Bildungseinrichtungen - zuletzt in Malaysia. Dass sie den Start für ein berufliches Gymnasium auf privater Basis in Suhl wagen, dafür spreche die sehr zentrale Lage Suhls "mit den fantastischen Autobahnanbindungen". Zum anderen sei der Geldgeber, die Schloss Schwermitz GmbH, auf dem Friedberg bereits unter anderem mit einem Seniorenheim präsent, was wiederum Synergien für das Berufliche Gymnasium verspreche.
Dass Eltern abgeschreckt werden, weil sie für die Ausbildung ihrer Sprösslinge an dieser privaten Schule zahlen sollen, würde all ihren Erfahrungen widersprechen. "Private Schulen werden längst nicht mehr von Kindern vermeintlich reicher Eltern besucht. Vielmehr ist der Trend zu beobachten, dass Eltern eher bereit sind, auf einen Urlaub oder ein neues Auto zu verzichten, um ihren Kindern eine gute Bildung zu ermöglichen", so Monika Rummel. Zudem gebe es entsprechend der soziale Gegebenheiten Staffelungen in der Gebühr und auch Stipendien seien bei guten Leistungen möglich.

Am 3. November 2009 fand in der Stadt Suhl ein Seminar zu Möglichkeiten der Projektförderung durch die Europäische Union statt. Organisiert durch die neue EU-Koordinatorin der Stadt Anne-Kathrin Schumann und realisiert durch das Institut für Europäische Partnerschaften und Internationale Zusammenarbeit (IPZ) Bonn vermittelte das Seminar Tipps und Tricks für den Projektalltag. Etwa 30 Teilnehmer aus der Region nutzten dieses Angebot. Unser Bild (Aufnahme: A.-K. Schumann) vermittelt einen Eindruck vom Seminar im Oberrathaussaal.