Benshausen - Die Gemeinde Benshausen will sich bei der Suche nach einer "Braut", sprich beim Zusammengehen mit anderen Kommunen, nicht drängen lassen, stattdessen in Ruhe die Vor- und Nachteile abklopfen. Zu diesem Zwecke hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung Bürgermeister Thomas Keil zu Gesprächen mit umliegenden Städten und Gemeinden sowie Verwaltungsgemeinschaften ermächtigt. Die ersten Ergebnisse sollen innerhalb von vier Wochen vorgelegt werden. Keil wurde beauftragt, beim Suhler OB Jens Triebel und beim Zella-Mehliser Ortschef Karl Uwe Panse sowie bei der Leitungsspitze der Verwaltungsgemeinschaft Dolmar in Sachen Gebietsreform vorzufühlen.
Gegenwärtig verfügt Benshausen über 2748 Einwohner - sowohl mit Haupt- als auch mit Nebenwohnungen. Die magische Grenze von 3000 Einwohnern ist längst unterschritten und im Freistaat beschlossene Tatsache, dass die kleinen Gemeinden einer Verwaltungsgemeinschaft angehören oder sich mit einer benachbarten Gemeinde zusammenschließen oder sich angliedern lassen müssen. Freiwillige Fusionen lässt sich das Land bekanntlich etwas kosten in Form von gestaffelten Zuschüssen an die Gemeinden. Diese allerdings werden nur noch bis Jahresende ausgereicht. Für den Benshäuser Gemeinderat ist das trotzdem keine Option, einen Anschluss oder eine Angliederung noch in diesem Jahr übers Knie zu brechen. Die Ausnahmeregelung für die Selbstständigkeit gelte für Benshausen noch bis 2012, erinnerte der Bürgermeister. Eile ist auch deshalb nicht geboten, da die Gemeinde die Belange ihrer Einrichtungen - wie Grundschule, Kindergarten, Schwimmbad - und begonnene oder geplante Investitionen und die Umsetzung des Dorferneuerungsprogrammes noch in eigener Regie regeln kann. (Quelle: www.stz-online.de)12.8.09
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